Wasserburgen Hämelschenburg und Burg Coppenbrügge

Der Verein „Schlösser und Gärten in Deutschland“ ruft auf, über unsere schönsten Erlebnisse in Deutschlands Schlösser und Burgen zu schreiben. Das große Über-Motto ist dabei, kulinarische Tipps weiterzugeben. Dazu fiel mir jetzt nicht sooo viel ein. Aber auch diese Frage wurde gestellt: „Was gefiel Dir warum bei Deinem Schloss-, Burg- oder Klosterbesuch? Was Deinen Freunden, Familie und Kindern?“ Und dazu möchte ich gerne diese zwei kleinen Tipps hier weitergeben: Schloß Hämelschenburg und Burg Coppenbrügge, beide gelegen in Niedersaschen und in beiden kann man auch lecker Kaffee trinken gehen:

Schloss Hämelschenburg

Das kleine Wasserschloss liegt im Weserbergland zwischen Hameln und Bad Pyrmont. Das Weserbergland bietet nun wirklich genügend Ausflugsziele, da wird es schon schwierig, sich für etwas zu entscheiden. Uns lockte es hier her, weil sich hier für jedes Familienmitglied etwas finden ließ.

Die Kleinen waren von der wirklich interessant gestalteten Schloßführung begeistert (und wir Große auch). Von April bis Oktober werden Besucher durch einen Teil des Schlosses geführt. Der andere Teil ist tatsächlich noch bewohnt (ob mit oder ohne Schloßgespenst, konnten wir nicht herausbekommen). Aber immerhin es seit 1558 in Familienbesitz!

Der Rundgang durch die frei zugänglichen Räume der Hämelschenburg dauerte eine knappe Stunde. Unsere Besuchergruppe wurde in der Empfangshalle begrüßt. Dann ging es in eines der Schlafzimmer, hinunter in die Küche und in den Gewölbekeller. Nachdem die Familie hier schon Jahrhunderte wohnt, gibt es vieles aus verschiedenen Epochen zu sehen. Einrichtungsgegenstände, Porzellan, Küchengerät, Waffen, Kunst – alles hat sich angesammelt und wird erklärt.

Nach unserer Schloßführung wollen wir uns das Gelände noch etwas angucken. Wir schlendern zum Schloßcafe hinüber, das auch einen kleinen Museumshop beherbergt. Bei schönem Wetter sitzt man hier im Biergarten und schaut sich noch mal das Schloß von außen an. Es gibt leckeren Kuchen und Kaffee und für alle, die etwas hungriger sind, auch herzhafte Kleinigkeiten. Gemütlich ist es hier!

Danach spazierten wir noch ein wenig über das Gelände. In kleinen Häuschen sind hier Kunsthandwerker untergebracht. Eine Seifensiederei, eine kleine Holzwerkstatt und ein Malatelier. Zum Abschied werfen wir dann noch einen Blick auf das alte Wasser-Mühlrad und schlendern wieder zurück zum Auto. Ein rundum gelungener Ausflug.

Besucherinfos
Schloß Hämelschenburg, Cafe geöffnet von April bis Oktober. Die Schloßführungen finden ebenfalls in diesem Zeitraum statt, aber nicht täglich. Ein großer Parkplatz ist vor Ort.

Burganlage Coppenbrügge

Coppenbrügge liegt zwischen Hameln und Hildesheim, ebenfalls im Weserbergland. Die alte Wasserburg liegt in der Ortsmitte und ist nicht zu verfehlen. 1303 wird sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt, sie wurde als Schutzburg gebaut. Es ist nicht mehr wirklich viel übrig von ihr. Aber, wenn man ihr hohes Alter bedenkt, ist es erstaunlich, dass überhaupt noch etwas da ist.

Um die Burganlage herum läuft ein Burggraben, heute bewohnt von zahlreichen Fischen und Wasservögeln. Beim kurzen Spaziergang rundherum, sieht man ein paar kleine Kunstwerke ortsansässiger Künstler. Der Spaziergang führt hinauf zu den zwei Wehrtürmen der Burg. Hinauf gehen und heruntergucken, das geht, aber viel mehr ist nicht mehr da. Reste einer Treppe deuten an, dass hier eventuell der Zugang für die Soldaten von unten am Tor hinauf auf die Türme war.

Über die alte steinerne Brücke kommt man zum Haupttor und bekommt ein Gefühl dafür, wie dick die Mauern der Burg waren. Heute steht das Tor offen, aber früher war die Burg sicher nicht einfach zu erobern. Man kommt hier in den Innenhof der Burg. Hier ist ein altes Fachwerkhaus, das in der Mitte des letzten Jahrhunderts als Gerichtshaus diente. Inzwischen beherbergt es ein kleines Museum und im Kellergewölbe ein Café. Hier gibt es auch einen niedlichen kleinen Biergarten zum draussensitzen.

Und, wenn es kälter ist, sitzt man im Gewölbe und schlürft dort seinen Kaffee und mümmelt selbst gebackenen Kuchen. Die Burganlage ist ein spannender Spielplatz für Kinder. Da hier keine Autos auf dem Gelände sind, können sie gefahrlos toben und auf einer echten Burg Ritter spielen.

Besucherinfos
Burg Coppenbrügge, die Öffnungszeiten von Museum und Café variieren jahreszeitlich. Der Eintritt ist kostenlos. Ein Parkplatz ist direkt am Burggelände.

Und für alle, die noch weiter ziehen wollen, die schauen sich jetzt dann mal das Herrmannsdenkmal an 🙂 viel Spaß

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3 Kommentare

  1. Hach, Schloß Hämelschenburg!
    Ganz große Empfehlung: Zum Weihnachtsmarkt hinfahren! Ist zwar immer sehr voll, aber wunderbare Dinge kann man dort bestaunen und erwerben. Einer der schönsten Kunsthandwerker-Märkte, die ich kenne. Und das in der besonderen Atmosphäre dort! Der Markt findet auf der Schloßcafè-Seite statt, dort im Innenhof und den Gebäuden rundherum.

    Burg Coppenbrügge kannte ich noch nicht. Danke für’s Zeigen!

  2. Pingback: SchlossGenuss: Welches Schloss, Burg, Kloster & Garten fasziniert?

  3. Liebe Claudia,

    vielen herzlichen Dank fürs Mitmachen! Die beiden Burgen kannte ich noch nicht. Wir haben noch familiäre Wurzeln im Weserbergland. Werde meine Familie im Sommer mal zu einem Besuch überreden.

    Freut mich auch, dass ihr gute Erfahrungen mit der Schlossführung gemacht habt. Anders als Stadtneurotiker das in dem 4. Beitrag zu #SchlossGenuss erlebte.

    Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes, verlängertes Wochenende!

    Herzlich,
    Tanja von KULTUR – MUSEUM – TALK

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