Die schönsten Ausflüge auf Fünen in Dänemark

Ausflugstipps für Fünen in Dänemark

Wir waren dieses Jahr in Dänemark, genauer gesagt auf Fünen. Uns hat es hier an das Ende der Welt verschlagen, ganz in den Norden, die Strasse war nach 20 m zu Ende, dann kam nur noch Wasser und ein unbefestigter Weg. Unser Haus war das vorletzte an der Strasse – Ruhe. Möwen haben sich laut gestritten, die Masten an den Schiffen im kleinen Hafen klapperten, aber sonst: nichts. Muß man sich erstmal dran gewöhnen, nach dem normalen Alltagsstress.

Wer trotzdem nicht den ganzen Tag am Meer sitzen will, um den Wellen zuzugucken, der kann hier mal lesen, was man alles so machen kann. Unsere Ausflugstipps für Hindsholm auf Fünen:

Fyns Hoved

Auf der Halbinsel Hindsholm liegt das Naturschutzgebiet Fyns Hoved, der Kopf von Fünen. Was gibt es da? Wasser, Himmel und Wolken – Seele baumeln lassen, Ruhe, und nochmal Himmel. Und Vögel. Am Wochenende kommen ein paar Einheimischen zum Wassersport, aber, wenn die wieder weg sind, wieder: Ruhe. Ein totales Ausbremsen von der Hetze hier bei uns.
Strand gibt es hier leider nicht so viel, so dass Strandspaziergänge ausfielen. Dafür aber lag das Naturschutz/ Vogelschutzgebiet Fyns Hoved direkt vor der Haustür. Man kann es wirklich schlechter treffen

Fyns Hoved Hafen

Naturschutzgebiet Fyns Hoved

Bei einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet kann man sich verlieren. Über Wiesen laufen, Schafe gucken, Kühe streicheln, Klippen bestaunen und Wellen zuschauen.

Landkarte des Naturschutzgebietes Fyns Hoved

Es gibt 2 verschiedene Wege zu begehen. Der eine an die Nordspitze ist ein klein wenig hügeliger und ein Rundweg. Er führt nur teilweise am Wasser lang, man kann aber auch an den Klippen oft einen kurzen Abstieg wagen und steht auf dem Kieselstrand. Der andere verläuft östlich der Bucht, häufig am Wasserrand, bis hin zu einem kleinen Sandstrand und damit dem Ende des Weges.

Klippenweg am Fyns Hoved

Immer wieder bleibt man stehen um die schöne Aussicht über das Meer zu genießen

Teilweise pfeift echt ein fieser Wind über den Klippenweg. Hundi ist tatsächlich auch mal kurz aus dem Trott gekommen, als mal wieder eine Böe unerwartet ankam. Aber er ist ja auch nur klein, uns hat hier nichts umgeschmissen, außer vielleicht die Aussicht 🙂

Schafe gibt’s hier natürlich auch. Eigentlich sind sie eingezäunt, wahrscheinlich, damit sie nicht die Klippen hinunterfallen. Aber der Zaun ist irgendwie merkwürdig. Vielleicht war der auch für Kühe gedacht. Jedenfalls können die Schafe da drunter durch marschieren…

Mårhøj Ganggrab

Bei Martofte findet sich ein uralter Grabhügel. Wir haben ihn als solchen erst gar nicht erkannt. Er liegt heute mitten auf einem Feld und fügt sich unauffällig in die Landschaft ein. Eigentlich haben wir nach Wikingerspuren gesucht, aber, das hier ist ja noch viel interessanter.

Martofte Ganggrab auf Fünen

Es ist nämlich unfassbar viel älter und stammt von ca 3.000 vor Chr. Unglaublich, dass davon immer noch was zu sehen ist und auch zu begehen (in dem Fall eher bekrabbeln). 1968 hat man die Anlage wieder gefunden und ausgegraben.

Martofte Ganggrab, Weg in die Grabkamm

Wir hatten uns zwar mit Stirnlampen ausgerüstet, weil wir wußten, dass der Grabhügel offen begehbar ist. Aber, als wir die geringe Höhe des Ganges sahen und das viele Krabbeltier in den Steinen, wollten wir dann doch nicht rein in die Kammer. Sie ist aber schon zu sehen vom Eingang aus, hier ist es nur auf dem Foto leider zu dunkel.

Wir begnügten uns mit einem Gang auf den Hügel hinauf um den Rundblick zu genießen. Der Besitzer des Landes, auf dem das Grab gefunden wurde, erhielt übrigens zu Entschädigung einen Silberbecher, als man diesen Teil seines Landes unter Denkmalschutz stellte. Nicht grade üppig, aber immerhin darf er sich rühmen, auf seinem Land eines der größten Ganggräber Dänemarks zu haben.

Kerteminde

Kerteminde ist ein kleines Fischereistädtchen und mit 6.000 Einwohnern das Zentrum hier in der Gegend. Es ist ein ruhiges Städtchen, dass das Umland mit allem versorgt, was man benötigt. Das Leben plätschert hier ruhig vor sich hin. Für einen kleinen Bummel durch die Strassen und den Hafen sollte man aber auf die Uhrzeit schauen. Gegen 17 h macht hier schon vieles zu.

Kertemindes Haupt-Einkaufsstrasse. Abgängig davon finden sich noch einige kleine Lädchen mit lokalem Angebot. Was man nicht findet, sind große Laden-Ketten und das ist wirklich schön.

Kerteminde Innenstadt, Einkaufsbereich und Boutique

Und, als wir uns erst einmal an die schreiende Farbe gewöhnt hatten, stellten wir fest, dass es in der Isbutik wirklich gutes Eis und Kaffee gab. Und, Google Translator sei Dank, wir lernten auch schnell die wichtigsten dänischen Begriffe: Isbutik = Eislädchen 🙂

Eisladen in Kerteminde

Was wir bisher selten in anderen Städten gefunden haben und sicher nicht in dem kleinen Kerteminde erwarteten – eine Bonbon-Manufaktur. Innen riesige Regale mit bunten leckeren Bonbons und Lollis und eine offene Theke, hinter der der Nachschub an Bonbons gezogen wird, für alle zum Mitschauen und für Kinder nach Anmeldung auch zum Mitmachen:

Bolchepigen - Bonbonmanufaktur in Kerteminde

Unser absoluter Tipp zum Ausspannen, Kaffe trinken und Cookie essen ist das Café Lulu. Sehr niedlich eingerichtet, nette Bedienung, leckere Kuchen und W-Lan – dazu noch der Blick über den kleinen Fischereihafen von Kerteminde. Da kann man gut ne Weile sitzen bleiben

Cafe Lulu in Kerteminde

Auch innen ist es gemütlich, falls das Wetter mal nicht so schön ist. Ach, und wo man auch lecker essen kann, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist die Pizzeria von Zilan.Leckeres im Cafe Lulu in Kerteminde

Kerteminde Hafen

Wer nun keinen Kaffee mehr trinken kann und sich unbedingt ein bisschen bewegen will, schlendert vom Café Lulu aus über die Brücke hinüber in den Fischereihafen. Das kleine Fischrestaurant hatte immer irgendwie geschlossen, wenn wir dort waren (Nachsaison) aber trotzdem lohnt sich der Abstecher. Die Fischerboote sind einfach jedes Foto wert.

Fischerboot in Kerteminde Hafen

Es gibt hier auch eine kleine Werft mit altem Trockendock zu bestaunen, in dem Boote repariert werden können.

altes Trockendock in Kerteminde Hafen

Und, erschöpft vom vielen Gucken und dem „anstrengendem Fußmarsch“ 🙂 ?  Nichts wie rein, in die „Vaermestuen“. Ein gemütliche winzige Kneipe mit netten Wirtsleuten und wirklich schönem kleinen „Biergarten“.

Kerteminde Hafen, die Baermestuen ist ein schöne kleine Kneipe

Kirkeladen Mesinge

Unser nächster Tipp für Hindsholm ist ein wirklich liebevoll eingerichtetes kleines Restaurant in Mesinge. Direkt neben der Kirche gibt es das Kirkeladen, ein unbedingtes Ausflugsziel, entweder für einen kleinen Kaffee im Garten unter den Apfelbäumen oder auch zum ausgiebigen Essen drinnen.

Das Gebäude war in der Zeit von 1680 oder 1690, so genau läßt sich das wohl nicht mehr feststellen, ein Krankenhaus für arme Bewohner aus Mesinge, die dort kostenlos versorgt wurden. 1966 ging die Gemeinde Mesinge in der Großgemeinde Kerkeminde auf und das Gebäude wurde als Wohnraum genutzt.

Kirkeladen in Mesingen, schön eingerichtetes Restaurant

1972 beschloß ein Kreis von interessierten Bürgern, aus dem alten Krankenhaus ein historisch interessantes Kleinod in der Mitte des Ortes zu machen. 2010 wurde es an den heutigen Besitzer verkauft, der es nun als Restaurant nutzt, aber versucht, trotzdem den Museumscharakter zu erhalten.

Kirkeladen in Mesinge mit Garten

Munkebo Bakke

Im Städtchen Munkebo gibt es einen Hügel – jaja, auch das ist in Dänemark schon eine Meldung wert. Hinter dem Turm wurden bei Ausgrabungen Teile einer großen Wikingersiedlung gefunden. Davon liest man leider nichts auf Infotafeln, sondern lediglich im Internet und im Museum Ladby. (Dänische Info zu den Funden)

Munkebo Bakke mit Aussichtsturm

Man kann den Hügel (= Bakke) „erklimmen“ und steht damit immerhin schon 58 m ü.M. Der Hügel ist der höchste Punkt Nordost-Fünens und man bekommt vom Turm aus einen wunderschönen rundum Blick über den Odense Fjord, bei klarem Wetter sogar bis zum Großen Belt.

Kerteminde Fjord vom Munkebo Bakle

Hund in Dänemark

Hunde sind in Dänemark willkommen. Wir durften ihn mitnehmen an den Strand und in Restaurants, zum Minigolf und in Geschäfte. Ja, man sieht fast überall das Schild „Hund i Snor“, „Hunde an die Leine“, aber das ist auch nachvollziehbar. Dort, wo die Hunde niemanden stören, können sie getrost auch von der Leine gemacht werden. Hundi hat das Inselleben genossen. Er brauchte nicht unbedingt einen Sandstrand, wie man sieht. Trockenes Seegras tut es auch:

Hund im trockenen Seegras

Wenn es mal Sandstrand gab, war Hundi auch gerne dabei. Die Wellen haben ihm mit dem Rauschen und dem unberechenbaren Anbranden Respekt eingejagt. Aber Spaß hatte er trotzdem.

Frei laufender Hund am Strand von Dänemark

Manche Strände hatten feinsten Sand. Das war natürlich für Hundi ein Paradies. Was für ein toller großer Sandkasten. Aber, leider, nirgends war ein Knochen zu finden 🙂

Hundespaß am Sandstrand von Dänemark

Weitere Info: Reisen mit Hund nach Dänemark

Und? Schon Lust auf Dänemark bekommen? Ich könnte es ja verstehen 🙂 Etwas hat mir noch echt gut gefallen. Überall verkaufen die kleinen Höfe Teile ihrer Ernten. Man kann sich Blumen pflücken, Säcke mit Äpfeln vom Strassenrand kaufen, oder auch gleich den gepressten Apfelsaft. Auch Kartoffeln waren im Angebot. Wir haben uns auf die Äpfel beschränkt. Klein und schrumpelig, aber soooo „lækker“ 🙂

Schild: Blumen zum selber pflücken

Schild: Kartoffeln zum Verkauf

Pinnt Euch die Reisebeschreibung in Pinterest, für Euren nächsten Urlaub in Dänemark 🙂

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Genannte Ortsnamen dienen nur der Orientierung und stellen keine fremdfinanzierte Werbung dar.
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