Produkttest: recyceltes Leder von Snaply

(Werbung) Auf unserem Wochenende bei Snaply bekamen wir die Möglichkeit, eine neue Materialidee zu testen. Lederresten, die zum Beispiel bei der Möbelproduktion abfallen, werden geschreddert und neu zusammengesetzt. Snaply testet noch an den Dicken und Klebevarianten. Das hellbraune ist recht dünn aber auch irgendwie „sticky“, das schwarze ist das dickste von allen, aber irgendwie ein wenig glatter. Hier nun zwei Nähtests….:

Das recycelte Leder (von Snaply ReLeDa getauft) ist relativ dick, auch in der dünnen hellen Variante. Ich habe mich für den Test daher zunächst auf kleinere einfache Nähprojekte gestürzt. Denn schon beim Probenähen bei Snaply haben wir gemerkt, dass es so gut wie gar nicht geht, ein Nähstück zu wenden, um Nähte zu kaschieren.

Da ich vor kurzem meine Sonnenbrillentasche verloren habe, mache ich mir jetzt mal eine neue. Zum Glück habe ich die Brille ja noch 🙂 Mit dem Schnitt „Sunny glasses Case“ ging das auch wirklich gut, trotz der Dicke des Material.

Snaply recyceltes Leder - Materialauswahl für ein Brillenetui

Snaply recyceltes Leder – Materialauswahl für ein Brillenetui

Zuschnitt mit der Schere

Der Schnitt ist ja nicht besonders fisselig, er hat klare Kanten und ist nicht kleinteilig. Mit der Schere ist das recycelte Leder gut auszuschneiden. Für innen habe ich noch einen Futterstoff genommen. Auf Vlies verzichte ich ganz, da das Leder so fest ist, dass kein weiterer Schutz für die Brille mehr nötig ist.

Für das Brillenetui braucht's nur 2 Schnittteile, das ist schnell vorbereitet

Für das Brillenetui braucht’s nur 2 Schnittteile, das ist schnell vorbereitet

Recyceltes Leder nähen

Das Material läßt sich natürlich nicht mit Stecknadeln fixieren. Nicht nur, weil die Löcher bleiben würden, sondern weil man es gar nicht durchpiksen könnte. Ichnutze also Klemmen. Hier sieht man ganz gut die Schnittkanten und die Dicke des Leders

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Mit Schrägband versäubere ich die Kanten. Ich nutze dafür keine Ledernadel (ich hab keine…). Ich nehme einfach eine frische neue Nadel in 90er Stärke und hoffe auf das Beste. Es geht wirklich ganz gut. Wobei ich sagen muß, dass sowohl oben als auch unten auf dem Transporter die Baumwolle des Schrägbands lagen und nicht das Material selber.

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Zusammennähen des Brillenetuis

Dann kommt ja auch schon der letzte Schritt, das Zusammennähen. Hierfür mußte ich immerhin durch 2 Schichten ReLeDa und 2 x Schrägband. Aber auch das ging wirklich erstaunlich gut. Das Material ist zwar enorm fest, aber offensichtlich weich genug zum Nähen.

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Jawoll…. neues Brillenetui für meine Brille. Ein bischen groß vielleicht, das muß ich beim nächsten Mal anpassen.

 

Das 2. Nähprojekt mit ReLeDa

Für das Täschchen, dass ich bei Snaply am Wochenende genäht habe, habe ich das Material mit dem Rollschneider geschnitten. Auch das ging gut. Ich hab hier das hellbraune, dünnere Material genommen, aber das klebt irgendwie ein bisschen mehr.
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Das Nähen des Material, ohne das Stoff dazwischen liegt, war echt schwierig, weil es „sticky“ war. Die Baumwolle oben hat das schon ein bischen entspannt:

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Nähen des recycelten Leders mit Hilfe von zwischengelegter Baumwolle – das ging einfacher

Da das ein Täschchen werden soll und ich auf die Schnelle nicht auch noch Ösen einschlagen wollte, habe ich einen Magnetknopf eingesetzt. Leider sieht man den ja, wenn er nicht unter Futter kaschiert werden kann, daher kam hier von oben noch die Zierblende drauf…

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Der Stoffstreifen versteckt den Magnetknopf und macht das Nähen leichter

Das Wenden des Material ist, wie gesagt, fast nicht möglich, daher habe ich auch hier die Seiten mit Schrägband geschlossen. Obwohl das hellbraune Leder dünner ist, als das schwarze, ließ sich das schwarze irgendwie leichter vernähen. Das helle ist „störrischer“.

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Feritg, optisch ein schönes Material. Es riecht auch noch nach Leder. Wenn man es näht wie Leder, dann ist das sicher eine schöne Alternativen zu den herkömmlichen Varianten. Dieses zusammengesetzte recycle-Element macht einen schönen „Look“:
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Wenn es schnell gehen muß…  die Blende saß zu hoch, das Schrägband hat sie nicht eingefasst. Mist… aber das kann ich nochmal in Ruhe korrigieren. Ihr könnt Euch ja vorstellen, wie es aussehen soll, oder?
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So, das war es auch schon.

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Werbung: die hier verwendten Produkte wurden von Snaply für den Test zur Verfügung gestellt

3 Kommentare

  1. Christina Dümler

    Hallo Claudia,
    dein Brillenetui ist echt super geworden, toller Verschluss auch.
    Bin gespannt wann das Material auf den Markt kommt.
    Liebe Grüße aus dem kalten Nürnberg, Tina

    • Moin Tina, danke Dir. Ja, ein kleines Projekt, aber mit dem Material sieht es echt gut aus. ich warte jetzt auch mal auf die „Veröffentlichung“ 🙂
      lieben Gruß
      claudia

  2. Ich finde es vor allem interessant wenn es vegan ist. das labl emiluva design arbeitet ja vegan und da würde es super gut zu meinen pinatex und korkprodukten passen!

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