Eierlikör selbst gemacht – ohne Salmonellen

Zu Ostern darf der Eierlikör natürlich nicht fehlen! Selbstgemacht schmeckt er am Besten. Rezepte gibt es viele. Es gibt auch wirklich nicht wenige, die so einen Super-Duper-Thermo-Alleskönner-Topf einsetzen, in dem der Eierlikör angesetzt werden kann und einige Zeit auf gleichbleibend 70 Grad Celsius gerührt wird,  ohne dass die Eier verklumpen. So werden auch alle eventuell vorhanden Salmonellen zerstört. So einen Topf hab ich nicht, aber Salmonellen will ich auch nicht. Es geht aber auch tatsächlich anders zum selbstgemachten Eierlikör:

Eierlikör ohne Salmonellen

Es gibt erstaunlich Dinge, mit denen sich unsere Regierung beschäftigt, so auch die Herstellung von „Eierlikör aus häuslicher und kleingewerblicher Fertigung“. Denn es wurde erkannt, dass die Herstellung von Lebensmitteln aus Rohei (also auch Eierlikör), zwar gegen die „Hühnereier-Verordnung“ verstößt, wenn die Salmonellen in den Eiern nicht durch Erhitzung abgetötet werden, dennoch viele fleißig zu Hause Eierlikör fabrizieren und ihn gerne auch trinken. So wurde das Bundesinstitut für Risikobewertung beauftragt, nach alternativen Wegen zu forschen, wie man die Salmonellen abtöten kann. Sie sind auf eine simple Lösung gekommen. Leider dauert nun die Herstellung ein wenig länger: Eier und Alkohol sollen vermengt und mindestens 3 Tage bei Zimmertemperatur (!) gelagert werden. Außerdem muss das Endprodukt mindestens 10% Alkohol haben.

Zutaten für den Eierlikör:

6 Eier (Größe M)
200 ml Sahne
250 g Puderzucker
250 ml Alkohol
An diesem Punkt scheiden sich nun die Geister. Letztlich zählt, was man selber gerne mag. Ich nehme einen „Doppelkorn“ mit 38% Alkohol. Manche schwören auch auf Whiskey, oder eine Mischung von Klarem mit Rum. Da gibt’s nur eines: ausprobieren, was am Besten schmeckt.

Eier, Zucker, Sahne und Alkohol – das ergibt die richtige Mischung!

Eier, Zucker, Sahne und Alkohol – das ergibt die richtige Mischung für leckeren Eierlikör

Tag 1: Eier-Alkohol-Mischung ansetzen

Die 6 Eier werden aufgeschlagen und die Eigelbe mit einem Rührgerät geschlagen, so lange bis eine schön hellgelbe, dickflüssige Ei-Masse entsteht.

6 Eigelbe mit dem Rührer schön glatt aufschlagen

6 Eigelbe mit dem Rührer schön glatt aufschlagen

Dazu werden 250 ml Alkohol gegeben, die ich ebenfalls kurz mit dem Rührgerät unterrühre. Dann alles in ein Gefäß geben, fest verschließen und stehen lassen.

250 ml Alkohol zu den geschlagenen Eiern geben

250 ml Alkohol zu den geschlagenen Eiern geben

Tag 3: Eierlikör fertig stellen

Für den Geschmack füge ich dem Eierlikör gerne Vanille und Orangenaroma (1/2 Tütchen). Da eignen sich die Backzutaten von Dr. Oetker ganz gut (es gibt wahrscheinlich auch vieles andere, aber das hatte ich noch in der Schublade). Man spart sich, echte Vanille auszukratzen und ungespritzte Orangenschalen zu raspeln (erst mal muß man die auch finden). Also, beides in eine Schüssel geben.

Orangen- und Vanillearoma verfeinert den Geschmack

Orangen- und Vanillearoma verfeinert den Geschmack

Sahne und Puderzucker zu den Aromen hinzugeben und gut alles gut durchrühren. Der Puderzucker klumpt anfangs ganz schön, da hilft nur Rühren.

Dann wird die vorbereitete Eier-Alkoholmischung geöffnet. Nicht erschrecken: die Eier haben sich vom Alkohol getrennt. Es sieht nicht wirklich appetitlich aus. Wenn man alles nun aber auch mit in die Rührschüssel schüttet und unterrührt, erinnert das Ganze schnell wieder an Eierlikör.

Alles gut mischen, damit keine Klümochen vom Puderzucker entstehen

Alles gut mischen, damit keine Klümochen vom Puderzucker entstehen

Jetzt ist alles fast fertig. Kleine Klümpchen lassen sich fast nicht vermeiden. Daher kann die Mischung jetzt noch durch ein feines Sieb gedrückt werden, damit alles, was irgendwie dicker ist, rausgefiltert wird.

Nur noch schnell durchsieben, dann genießen !

Nur noch schnell durchsieben, dann genießen !

Und fertig 🙂 das Ganze ist eine ziemliche Rührarbeit, aber es lohnt sich. Er ist richtig lecker!

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und ab damit zu rums

2 Kommentare

  1. Christina Dümler

    Hallo Claudia,
    muss ich direkt mal ausprobieren. Bisher hab ich ihn immer im Wasserbad erhitzt, aber wenn die Salmonellen mit deiner Methode auch abgetötet werden, kann man sich das sparen.
    Ich werde ein Gläschen (oder Fläschchen 🙂 ) auf dein Wohl trinken.
    Liebe Grüße
    Tina

    • Hi Tina
      ja, mach das mal. Es funktioniert auch wirklich gut. Es muss halt hochprozentiger Alkohol rein, aber der „verwässert“ sich dann ja wieder durch die Sahne anschließend. Erzähl mal, ob es Dir schmeckt 🙂
      viele Grüße
      claudia

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