Maritime Jeanstasche mit Henkel aus Seil

Jeanstasche-nähen-mit-Ösen-13Anleitung Tasche

Wenn ich mit Jeans nähen möchte, zerschneide ich eigentlich gerne alte Jeanshosen. Das gibt ein super Material mit unterschiedlichen Färbungen. Jedoch gibt es natürlich nie wirklich viel am Stück. Selbst das Hosenbein von Hosen von Erwachsenen sind nicht wirklich ergiebig, wenn man mal ein großes breites Stück Jeans braucht. Für diese Tasche kaufte ich daher mal einen halben Meter. Besonders im Sommer kann man Jeanstaschen doch wirklich immer gut gebrauchen. Diese hier wird auch noch Henkel aus einem Seil bekommen, das macht sie dann wirklich maritim, für den nächsten Urlaub. Welche Masse die Tasche genau hat, findet ihr wieder am Ende des Artikels ganz unten.

Der Jeansstoff wird die Außentasche meiner neuen Tasche, daher brauche ich jetzt natürlich noch ein Futter. Für Innen suche ich mir einen Sternchenstoff aus, der passt gut zum Jeansstil.

2 Stoffstreifen aufeinander legen

Sieht irgendwie noch nicht nach Tasche aus, oder? Nur nach langem Stoffstreifen … wird schon noch 🙂

Stoff zuschneiden

Vom Jeansstoff habe ich  0,5 m gekauft. Den gesamten Stoffstreifen breite ich aus und schneide den Futterstoff in der gleichen Größe zu. Damit habe ich 2 lange Stoffe, die ich nicht mittig teile. So spare ich mir die Bodennaht.

Ich lege die Stoffe der Länge nach zusammen und runde die unteren Ecken mit einem kleinen Teller ab. Das geht sehr einfach. Teller auflegen, einmal abzeichnen und prüfen, ob einem diese Rundung so gefällt. Eventuell kann man dann die gezeichnet Rundung noch korrigieren und dann einfach abschneiden.

die Ecken mit einem Teller abrunden

Der Futterstoff wird ganz genauso vorbereitet, er ist lediglich 2 cm kürzer. Ich werde später später oben den Rand des Jeansstoffs nach innen einklappen, daher brauche ich vom Futter ein bisschen weniger.

Futter und Außentasche nähen

Die vorbereiteten Stoffe kettel ich rundherum ab, damit mir nichts aufribbelt. Dann schließe ich die Seitennähte. Die Seitennähte werden bei beiden Stoffen komplett geschlossenBei dem Jeansstoff werden die Nähte auf beiden Seiten komplett geschlossen, beim Futterstoff lasse ich eine kleine Wendeöffnung stehen.

Futter und Außentasche zusammennähen

Das Futter und die Außentasche werden nun ineinander geschoben, und zwar so, wie sie hinterher auch zusammengehören. Das heißt: das Futter wird auf links gedreht. Linke Seite außen, rechte (schöne) Seite innen. Denn die will ich schließlich später sehen, wenn ich in die Tasche reingucke. Die Jeanstasche wird auf rechts gedreht, die rechte Seite der Tasche ist also außen, denn das ist später auch die Seite, die man sehen kann. Die innere linke Seite wird verdeckt durch das Futter. Schließlich muß ich noch die obere Naht schließen.

Damit nun oben der Rand der Jeans-Außentasche tatsächlich nach innen umklappt, bügel ich die Kante ca 1 cm um. Innen trifft dann diese Jeanskante auf die umgeschlagene Kante des Futterstoffes. Den oberen Jeans-Rand des nähe ich jetzt knappkantig ab, damit der Jenasstoff schön ordentlich nach innen gefaltet liegen beibt.

oberen Rand einschlagen vor dem Zusammennähen

Der Rand des Jeansstoffes wird nach innen eingeklappt und festgenäht

Dann muß noch der Futterstoff an den Jeansstoff genäht werden. Das mache ich mit einer Ziernaht, da ich möchte, dass man diese Naht auch von außen sieht. Der Futterstoff wird also, wie eben beschrieben umgeschlagen (vieleicht auch gebügelt, dann hält die Kante besser) und dann auf den festgenähten Jeansumschlag genäht.

Meine einzige Ziernaht an der Maschine ist leider nicht mehr so ganz gut, die näht nur noch auf einer Seite, aber man merkt es gar nicht, wenn man es nicht weiß 🙂 Hier sieht man also die grade Naht, die den umgeschlagenen Jeansstoff fixiert und die Ziernaht, mit der das Futter am Jeansrand festgenäht ist.

oberen Rand mit einer Ziernahmt fixieren

Halb kaputter Zierstich, geht trotzdem noch grade so…

Ösen und Henkel befestigen

Als Henkel möchte ich aufgrund der Dicke der Jeans hier keine Jeanshenkel dranmachen. Das wäre mir persönlich zu steif. Daher bringe ich jetzt an jeder Taschenseite zwei große Ösen an, um ein Seil als Henkel durchzufädeln. Die Ösen haben jeweils 15 cm Abstand von den Außenrändern.

Das Seil hab ich vom Baumarkt, wo man sich als Meterware von einer Rolle selber so viel nehmen kann, wie man grade benötigt. Achtet darauf, dass das Seil nicht dicker ist, als die Ösen. Meine sind 14 mm. Prym liefert dafür kein Einschlagwerkzeug mehr mit, aber man kann die Ösen auch mit dem Hammer anbringen.

Ösen einschlagen für die Griffe

Ösen reinkloppen. Etwas langwierigere Angelegenheit

Das Seil als Henkel wird nun einfach in der Wunschlänge durchgefädelt und mit einem einfachen Knoten befestigt. Es macht die Tasche wirklich perfekt für den nächsten Strandausflug, oder? Sieht so maritim aus 🙂 Ja, und dann ist sie auch schon fertig.

Grosse Jeanstasche, die jetzt irgendwie maritim geworden ist

Sie ist nicht wirklich schwierig, da sie nicht einmal gewendet werden muß. Lediglich das Futter an den Jeansstoff zu nähen, kann etwas fummelig werden. Aber, wenn man sich das vorher ordentlich steckt, ist auch das schnell erledigt. Und, es passt wirklich viel rein., die Arbeit lohnt sich also:

Jeanstasche mit Seil als Henkel

Hier sieht man noch einmal schön, wie einfach die Henkel festgemacht sind. Einfach durch die Ösen ziehen und mit einem Knoten innen fixieren. Man kann den Knoten auch nach außen machen, dann sieht die Tasche vielleicht sogar noch mehr nach Meer aus.

Das Seil als Henkel wird mit einem Knoten festgemacht Jeanstasche mit Sternenfutter und Seil als Henkel

Maße

  • Stoff für innen und außen: 50 cm breit und 67 cm lang
  • 4 Ösen, 14 mm Durchmesser. Anbringen in 15 cm Abstand zum Rand
  • 1 Seil  in 1,40 m bis 1,50 m. Je nachdem, wie lang ihr die Henkel gerne haben wollt

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und ab damit zu rums

4 Kommentare

    • claudia

      Hallo Pamy,
      stimmt. Ich hab mir gleich mal Deine Tasche angeguckt. Die ist aber auch echt ein basic-Modell. Danke für Deinen netten Kommentar
      viele Grüße
      claudia

    • claudia

      Hallo Judy,

      das ist auch der Plan – Sand und Strand wir kommen 🙂
      vile Grüße
      claudia

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